Regionalwerk bietet „grünen Heimatstrom“ an

Seit 1. April können Privat- und Gewerbekunden aus den Eigentümerkommunen beim Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel (R-CR) gKU hundert Prozent „grünen Heimatstrom“ beziehen. Das Regionalwerk ist ein Zusammenschluss von mittlerweile 31 Gemeinden und Städten aus vier Landkreisen, die Stadt Tittmoning zählt zu den Gründungsmitgliedern.


Ziel und Aufgabe des Regionalwerks ist es, einen geschlossenen Energiekreislauf aus der Region für die Region zu etablieren. Die angestrebte vollständige Selbstversorgung vor Ort soll Unabhängigkeit schaffen und dem Regionalwerk ermöglichen, flächendeckend „grüne Energie“ zu günstigeren Preisen zur Verfügung zu stellen. Die vorhandenen alternativen Energiequellen in der Region würden dies bereits möglich machen, allerdings scheitert das momentan zum Teil noch an gesetzlichen Rahmenbedingungen.


Das Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel versorgt seine Kunden jetzt schon über ein virtuelles Kraftwerk mit „grünem Strom“. Allein 42 Prozent des Bedarfs werden im Moment von Photovoltaikanlagen aus den Eigentümerkommunen, also aus der Region für die Region, erzeugt und direkt an die Kunden abgegeben.


Die restlichen 58 Prozent werden derzeit noch aus dem angrenzenden europäischen Ausland bezogen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um große Wasserkraftanlagen, etwa in Finnland und Ungarn. Weitere regenerative Stromquellen sind Geothermie- sowie Biogas-, Wind- und große Photovoltaikanlagen. Für jede Kilowattstunde wird ein Herkunftszertifikat gelöst. Diese Zertifikate sind über das Umweltbundesamt und das Unternehmen First Climate, abgesichert. 


Der Bezug von Strom aus alternativen Energiequellen kommt deren Erzeugern zugute. Ihnen wird damit ermöglicht, ihre Anlagen zu erhalten beziehungsweise auszubauen. Das unterstützt im Sinne des Klimaschutzes die Energiewende. Wenn momentan auch noch nicht vollständig regional, so heißt das trotzdem: Die Regionalwerkkunden beziehen 100 Prozent „grünen“ Strom. 


Das Regionalwerk ist derzeit dabei, im Chiemgau und Rupertiwinkel einen Außendienstservice aufzubauen, damit Anlagenbetreiber in den 31 Eigentümergemeinden ¬– dazu gehört auch Tittmoning – gezielt angesprochen werden können. Unter diese Anlagenbetreiber fallen zum Beispiel Privathaushalte, landwirtschaftliche Betriebe mit Biogasanlagen oder Besitzer große Wasserkraftanlagen, die ihren erzeugten Strom ans Regionalwerk verkaufen können. Aus wirtschaftlicher Sicht ist eine solche Direktvermarktung derzeit nur bei Anlagen mit einer Mindestgröße von 80 Kilowattstunden sinnvoll. 
Stromkunden aus der Mitgliedskommune Tittmoning, die sich für einen Wechsel zum Regionalwerk interessieren, können sich unverbindlich informieren unter www.r-cr.de.

Regionalwerk bietet grünen Heimatstrom an