Mühlhamer Energieverbund baut Fernwärmenetz in Kay aus

Fernwärme gilt neben Wärmepumpen als zentrale Heiztechnologie in der Wärmewende. Um sich auf diese Wende entsprechend vorzubereiten, plant der Bauherr Josef Schupfner vom Energieverbund Mühlham das Fernwärmenetz in Kay auszubauen. Der erste Bauabschnitt soll bereits im Juni beginnen.

Insgesamt sind drei Bauabschnitte zwischen 2026 bis 2030 für das Projekt vorgesehen. Der erste Bauabschnitt (2026) umfasst die Erschließung Römerfeld, der zweite (2027-2028) die Errichtung Heizwerk und Erschließung Gewerbegebiet und der dritte Bauabschnitt (2028-2030) die Erschließung Hochfeld und Stadtfeld. Maßgebend für die Umsetzung der einzelnen Bauabschnitte ist unter anderem das Erreichen der Richtline für die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze sowie eine wirtschaftliche Anzahl an Anschlussnehmern. Wer an einem Anschluss im ersten Bauabschnitt interessiert ist, kann sich noch vor der Erschließung des Römerfelds im Juni per E-Mail an Josef Schupfner, josef@schupfner-gmbh.de, wenden.


Das geplante Heizwerk mit Standort in Mühlham und einer maximalen Leistung von 1000KW wird mit 100% regenerativen Energien (Hackgut der Landwirte aus der Umgebung) befeuert. Über das neue Fernwärmenetz, mit einer Gesamtlänge von knapp 4000 Metern, wird die Wärme zum Verbraucher transportiert. Zur Betriebssicherheit werden zwei Pufferspeicher mit jeweils ca. 20.000 Liter vorgesehen. Außerdem wird am Heizwerk eine Notstromeinspeisung für ein Aggregat berücksichtigt, damit auch bei längerem Stromausfall Wärme geliefert werden kann. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Tittmoning wurde die Dimensionierung vom Fernwärmenetz so ausgelegt, dass auch ein nachträglicher Anschluss an das Fernwärmenetz grundsätzlich möglich ist.


Unabhängig davon laufen auch bei der Stadt Tittmoning die Untersuchungen für die künftige Wärmeversorgung im Stadtgebiet.


 


Planausschnitt: