• Taubenschwarm am Stadtplatz

Tierfreunde füttern Tauben nicht!

Die wachsende Taubenpopulation wird zum Ärgernis

Die Stadtverwaltung bittet dringend darum, aufs Füttern der Tauben zu verzichten.

Auch in Tittmoning gehören sie zum Stadtbild: Tauben sitzen auf den Giebeln der Altstadthäuser, fliegen über den Stadtplatz, picken zwischen den Pflastersteinen. Viele Stadtbewohner und Gäste freuen sich über die gefiederte Gesellschaft und füttern die Tauben mit Brotkrumen und anderen Essensresten. Sie glauben, ihnen damit Gutes zu tun. Aber das Gegenteil ist der Fall. Wer Tauben liebt, füttert sie nicht.

Erst mit dem drastischen Rückgang ihrer natürlichen Feinde wie Wanderfalken, Wiesel und Uhu begann in den sechziger Jahren hierzulande die starke Vermehrung der Stadttauben. Sie bewohnen gern hohe steinerne Häuserfassaden, bauen ihre Nester auf hoch gelegenen Mauervorsprüngen und Eisenträgern, in Mauernischen und Dachböden, die sie auch rund um den Stadtplatz reichlich finden.

Eine Taube benötigt täglich nur 20 Gramm Futter. Das findet sie ohne Zufütterung auch im Winter. Wird das Tier mit Körnern, altem Brot oder Resten z.B. von Pommes Frites gefüttert, so führt dies zu einer ungesunden Mangelernährung, die das Abwehrsystem schwächt. Zuviel ausgestreute, liegen gebliebene Essensreste locken darüber hinaus Mäuse und Ratten an.

Ein allzu reichliches Nahrungsangebot führt außerdem rasch zur Überpopulation: Stadttauben, die kaum mehr Zeit für die Futtersuche brauchen, brüten statt ein- oder zweimal jährlich bis zu sieben Mal im Jahr, so dass die Population sehr schnell anwächst. Liegen die zahlreichen Nistplätze dann zu nah beieinander, so können sich Krankheiten und Parasiten wie Milben und Zecken rasch ausbreiten. 

Schließlich verursachen zu viele Tauben in der Stadt auch ernsthafte Probleme für den Menschen. Die im Taubenkot enthaltene Harnsäure zerfrisst Stein und korrodiert Metall. Verdreckte, stinkende Balkone und Fassaden sind ein Ärgernis, Krankheitserreger in getrocknetem Taubenkot sind eine echte Gefahr für den Menschen, insbesondere für Allergiker, ältere und immungeschwächte Menschen und Kinder. 

Im Gegensatz zu Wildtauben, die über 10 Jahre alt werden, leben Stadttauben nur zwei bis drei Jahre. Die Lebensbedingungen in der Stadt sind nicht artgerecht, das schlägt sich – wie die Mangelernährung – in einer hohen Anzahl kranker, verletzter und verendeter Tauben nieder. Verzichtet man hingegen aufs Füttern, so wächst eine kleinere, aber gesunde Population von Stadttauben auf. Das ist für beide Seiten besser: für die Tauben wie für die Menschen.

Weitere Informationen zum Thema:

Leute, die füttern, sind die größten Tierschinder (Stadtjäger München in der SZ)
Tauben füttern? - besser nicht! (Landeshauptstadt München)
Tierschutz ist: Tauben nicht füttern (Hansestadt Hamburg)


 

Tittmoning historische Burgtage

Tauben am Stadtplatz

Taubenschwärme in Tittmoning





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