• Wie es am Bahnhof weitergeht

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Wie es "Am Bahnhof" weitergeht

Auf reges Interesse stieß am 5. Oktober die Bürgerinformationsveranstaltung zu dem neuen Wohngebiet „Am Bahnhof", das auf dem ehemaligen Brückner-Gelände geplant ist. In der voll besetzten Schulturnhalle stellten die Wettbewerbssieger ihren Entwurf vor, ehe die Tittmoningerinnen und Tittmoninger ihre Fragen und Anregungen dazu vorbrachten.  

 

Erster Bürgermeister Andreas Bratzdrum erklärte, „Am Bahnhof" werde nach den Maßgaben der Auslobung, welche Nachhaltigkeit, Immissionsschutz, Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Ortsverträglichkeit berücksichtigt habe, dringend benötigter Wohnraum geschaffen. Keinesfalls solle das neue Stadtviertel in Konkurrenz zur Altstadt und insbesondere zum Stadtplatz treten. Er versicherte außerdem, dies sei sicherlich nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen.

 

Tittmoning historische Burgtage

© H2R Architekten und Stadtplaner BDA

So sieht der Plan des Architekturbüros H2R Architekten aus, der Realisierungs- und Ideenteil umfasst.

© H2R Architekten und Stadtplaner BDA

In einem Interview mit dem rfo erläutert Tittmonings Erster Bürgermeister Andreas Bratzdrum die Pläne für das neue Wohngebiet.
Als Vertreter der Siegerbüros erläuterten Prof. Hans-Peter Hebensperger-Hüther vom Büro H2R Architekten aus München und Tobias Nowak vom Landshuter Büro für Landschaftsarchitektur Stadtplanung raum + zeit ihren Entwurf: 
Die ehemalige Bahnlinie wird in der Planung durch einen Rad- und Fußweg, der ihrem Verlauf folgt, wieder sichtbar gemacht. Den „Geist des Ortes" nimmt der Entwurf auf, indem er die Haustypologie des Stadtplatzes in kompakten „Tittmoninger Stadtbausteinen" von ca. 30 mal 40 m Größe nachempfindet. Die Erschließung wird durch eine einzige Zufahrt über die Straße „Am Bahnhof" mit Wendeschlaufe minimal gehalten. Das Areal kann durch oberirdische Besucherstellplätze im Eingangsbereich und Tiefgaragen unter den Gebäuden weitgehend autofrei gehalten werden, wobei eine oberirdische Zufahrt prinzipiell möglich sein soll. Neben der Wohnnutzung ist an wenigen Stellen eine Sondernutzung etwa für Büros und möglicherweise eine kleine Gastronomie (Biergarten) vorgesehen.


Der Entwurf folgt dem Prinzip der Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung und legt sein Augenmerk auf einen geringen Flächenverbrauch durch die Ergänzung bestehender Wegeverbindungen, die Einbindung bestehender Strukturen, insbesondere des ehemaligen Bahnhofsgebäudes, der alten Post und (im Ideenteil) der Friedhofsmauer sowie den hohen Anteil an Freiflächen, die als Quartiers- und Bahnhofsplatz, Biergarten, Obstwiese, Kleingartenanlage, Spiel- und Wohnanger ihre je eigene Identität haben sollen. Kleine private Terrassen und größere Grünflächen zur gemeinsamen Nutzung können eine Alternative zum traditionellen eigenen Garten darstellen und das Gemeinschaftsgefühl stärken. In den Randzonen hat man „Luft gelassen" und ermöglicht so einen fließenden Übergang in die umgebende Freifläche nach Südwesten. Mit städtebaulichem Entwurf, Bebauungsplan, Ausschreibung und Erschließung steht im nächsten Jahr noch viel Arbeit bevor, ehe ab 2022 an den Beginn der Umsetzung zu denken ist. 

Bedenken und Anregungen der Anwohner bezüglich der Parkraum- und Verkehrsplanung sowie des Immissions-, Bestands- und Denkmalschutzes im Zusammenhang mit dem geplanten neuen Stadtteil werden selbstverständlich auch bei der weiteren Planung berücksichtigt. 

 





Für eventuelle Fragen stehen wir gerne zur Verfügung!
Herzlichst
Stadt Tittmoning

Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt:
1. Bürgermeister Konrad Schupfner

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