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Herrlich ist es, Mokka schlüfen und sich etwas denken dürfen

Ein Abend um den populären Wiener Poeten Ferdinand Sauter und seine Mutter Katharina, Tochter des Tittmoninger Bierbrauers Kaltner

Mittwoch, 22. November 2017 um 19:30 Uhr im Sitzungssaal des Tittmoninger Rathauses. Einlass ab 18:30 Uhr.
 

Auf den Spuren des Wiener Dichters Ferdinand Sauter (1804-1854), dem schon sein Roman Aufgeklappt (2003) gewidmet war, kommt der österreichische Autor Ludwig Laher am 22. November nach Tittmoning. Im Rathaussaal stellt er um 19 Uhr 30 sein neues Buch Durchgefühlt und ausgesagt vor. Laher hat zahlreiche, teils bisher unbekannte Gedichte und ein kurzes Theaterstück des zu Lebzeiten äußerst populären Ferdinand Sauter gesammelt, herausgegeben und in einem umfangreichen Essay erhellend kommentiert. Er ging für dieses Buch zurück bis an die handschriftlichen Quellen, denn Sauter selbst wollte seine Werke nicht in Buchform veröffentlichen. Eine 1855 posthum erschienene Auswahl seiner Texte, die seither Hauptquelle aller Nachdrucke war, war von der Zensur des damaligen Polizeistaats gekürzt und verändert worden.

Ergänzt wird diese Vorstellung eines „wachen Geistes und unverwechselbaren, kompromisslosen Menschen" durch eine Einführung des Tittmoninger Ortsheimatpflegers Manfred Liebl über die Familie Sauter. Denn die Spuren des Wiener Originals führen in die Salzachstadt Tittmoning, wo Sauters Mutter Katharina als Tochter des bürgerlichen Bierbrauers Alexander Kaltner zur Welt kam. Hier lernte sie auch ihren Ehemann Anton Sauter kennen, einen Juristen und später fürstbischöflichen Pfleger unter Fürsterzbischof von Colloredo. Als Anton 1807 38jährig verstarb, war die sechsfache Mutter mit 35 Jahren schon Witwe. Liebl gibt Einblicke in das Leben dieser selbstbewussten und emanzipierten Frau, deren Rollenverständnis im frühen 19. Jahrhundert Beachtung verdient.

Ferdinand Sauter, der in Werfen geboren wurde und als „Goldkind" der Familie galt, ging 1825 nach Wien, wo er zum Kreis um Franz Schubert gehörte und mit Schriftstellern wie Franz Grillparzer oder Ferdinand Raimund bekannt war. Der ungewöhnliche Zeitgenosse, der die Menschen liebte, verdankt seine große Popularität im Wien des „Vormärz" vor allem Flugschriften mit seinen Gedichten und seiner Omnipräsenz in vielen legendären Gastwirtschaften, wo ihm Leute aller Stände andächtig lauschten. Die Veranstaltung stellt sein von Ludwig Laher neu entdecktes Werk in den Zusammenhang mit seiner Herkunft. Musikalische Wiener Gustostückerl aus der Zeit Sauters, vorgetragen vom Pianisten Josef Irgmaier, umrahmen die Vorträge und eröffnen einen eigenen Blick auf die Epoche.

Nähere Infos gibt es bei der Tourist-Info Tittmoning, 08683-700710 oder unter anfrage@tittmoning.de.

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